lesenswert, hörenswert, sehenswert – ein Ort der Begegnung für alle

Seit der Gründung der Bibliothek im Jahr 1975 hat sich Einiges getan ... 

1975

  

Der Gemeinderat setzt eine Bibliothekskommission (Präsident: Dr. Peter Wegelin) ein, deren Hauptaufgabe darin besteht «im alten Bahnhof (Erdgeschoss) eine Grubenmann-Stube mit schönen Stücken alter Dorfkultur und eine lebendige, mit ansprechenden Büchern auszustattende Freihandbibliothek zu schaffen».

1976

 

Für den Bücherteil wird eine Unterkommission (Leiter Georg Thürer) gebildet. Erika Preisig ist eine der Mitgliederinnen dieser Unterkommission.

1977

 

Am 1. Mai wird über das Projekt «Gemeindebibliothek - Grubenmannsammlung» abgestimmt. Mehr als zwei Drittel stimmen dem Projekt zu.

1978

 

Mit einem Budget von Fr. 45'000.- werden ca. 1800 Bücher (ca 700-1000 Kinder- und Jugendbücher) gekauft, davon ca. 800 Titel beim SBD. Die Schulbibliotheken der Schulhäuser Hörli und Dorf verzichten auf Neuanschaffungen und übertragen ihren Kredit für die Schulbibliotheken ganz oder teilweise auf die Gemeindebibliothek. Die Gemeindebibliothek steht jeder Klasse nach einem Belegungsplan für eine Bibliotheksstunde pro Woche zur freien Verfügung.

1979

 

16. Juni Eröffnung von Gemeindebibliothek und Grubenmannsammlung.

Öffnungszeiten Bibliothek: Mittwoch, 14-16 Uhr / Freitag, 18-20 Uhr / Samstag 14-16 Uhr
Öffnungszeiten Museum: Samstag, 14-16 Uhr / jeden ersten Sonntag im Monat 14-16 Uhr

Von Anfang an werden die beiden Institutionen der Lesegesellschaft Teufen übergeben.

Leiterin der Bibliothek ist Erika Preisig.

1980

 

Im Jahresbericht heisst es: «Die Entwicklung im Jahr 1980 hat gezeigt: wenn in Zukunft einmal die Räume im Alten Bahnhof wirklich zu eng werden sollten, dann mag es uns gehen wie dem Vater, der für seinen Nachwuchs ein grösseres Paar Schuhe berappen muss: auch wenn es etwas kostet, so freut er sich doch über das gesunde Wachstum seines Sprösslings.»

1981

 

Dr. Peter Wegelin schrieb im Appenzeller Kalender auf das Jahr 1981 «Nicht Objekte machen das Museum, nicht Bücher machen die Bibliothek. Beide bestehen erst durch ihre Besucher.»

Im Jahresbericht liest man: «Aber auch in unserem Dorf selbst mag der Gemeinde-Bibliothek eine Aufgabe zufallen im Dienst ihrer Bürger, die uns erst allmählich bewusst geworden ist: Besuchen Sie einmal den Alten Bahnhof am Freitagabend! Auch wenn die Statistik für jene zwei Stunden die geringste Ausleihfrequenz nachweist, möchten wir auf die Freitagabendöffnung nicht verzichten: da ist die Bibliothek zu einer Art Jugendtreffpunkt in Teufen geworden.»

1982

 

Folgende Aufgaben möchte die Teufner Gemeindebibliothek erfüllen:

1.     ihren Besuchern anregende, unterhaltende, bildende, informierende Lektüre zur freien Auswahl anbieten
2.     durch ein breites und freies Angebot die Bildungsarbeit der Schule ergänzen
3.     mit freundlichen Räumen als ein Treffpunkt einladend wirken in der Gemeinde

1983

 

Immer wieder weist Dr. Peter Wegelin darauf hin, dass «… unsere Bibliothek zu eng wird.»

1984

 

«Da die Büchergestelle kaum mehr neue Bücher fassen, da andererseits zusätzliche Büchermöbel den gemütlichen Leseraum verstellen und zum blossen Büchermagazin umfunktionieren würden, muss die Bibliothek manchem interessierten Leser ein neues Buch schuldig bleiben – solange sie nicht weiteren Raum erhält.»

1985

 

«Die Bibliothek hat nur eine Sorge: der Raum reicht nicht mehr aus, um die Bücherschätze auch wirkungsvoll, einladend zu präsentieren.»

1986

 

«Man teilt auch gemeinsam die Sorgen der engen Raumverhältnisse und die Hoffnung auf Erweiterung.»

Erweiterung der Öffnungszeiten: neu Montag 14-16 Uhr

1988

 

Einweihung der Appenzeller Biblio-Bahn.

100'000. Buch wird ausgeliehen.

1989

 

Neu gehören auch Compact Discs zum Medienbestand.

«Bücher und modernste Medien allein – auch wenn sie, wie in Teufen – längst Gestelle und Raum zu sprengen drohen, gewährleisten noch nicht die lebendige Bibliothek.»

1993

 

Erweiterung der Öffnungszeiten: Montag 14-17 Uhr / Mittwoch 14-17 Uhr / Freitag 17-20 Uhr / Samstag 9-12 Uhr

1994

 

«Zur erfreulichen Benützerstatistik kann – und muss – der Jahresbericht auch fast alljährlich wieder das Klaglied über die Raumnot anstimmen. – «Was wollt ihr, solange ihr doch stets mehr frequentiert werdet, wirken euere engen Verhältnisse anscheinend nicht abstossen!» Wer so argumentiert ist auf dem Holzweg. Eine Freihandbibliothek in der offenen Gesellschaft muss nicht nur das Lesen, sie soll auch das Auslesen, das freie Auswählen der Bücher ermöglichen.»

1995

 

Neu sind englische Bücher im Bestand.

«Kürzlich hat die Delegation einer Ausserrhoder Gemeinde noch ohne eigene Bibliothek unseren «Alten Bahnhof» besucht und dabei vieles bewundert. Nur eines haben sie bedauert: die engen Raumverhältnisse. Das tun wir auch.»

Die erste Zusammenkunft der Bibliotheksverantwortlichen von Appenzell A.Rh. findet statt.

1997

 

Neu sind Videos im Bestand.

1998

 

EDV-System (winmedio) und Internet werden eingeführt.

1999

 

20-Jahr-Jubiläum / Prof. Dr. Peter Wegelin «Teufen hat viele guten Seiten. Die besten Seiten sind in der Gemeindebibliothek.»

Überschrift in der Tüfner Poscht «Blick zurück und dringender Wunsch für die Zukunft: Gemeindebibliothek und Grubenmann-Sammlung brauchen mehr Raum».

2001

 

Immer noch sind die beengenden Räumlichkeiten ein Thema: «… trotz der engen Raumverhältnisse und einer Bibliothek, die nicht mehr ganz zeitgemäss ist.» Unter einem Bild der Bibliothek steht: «Vollgepferchte Gestelle, schmale Durchgänge – ein wahres Kunststück, hier die Übersicht zu erhalten.»

2002

 

3. März: Abstimmung über einen Kredit von Fr. 520'000 wir mit 2'014 Ja gegen 653 Nein zugestimmt.

Erweiterung OG: die Bibliothek bleibt 3 Monate geschlossen, 21. Oktober: Eröffnung

Bibliothekskatalog im Internet unter www.biblioteufen.ch abrufbar.

Erweiterung der Öffnungszeiten: Montag + Mittwoch 14-17 Uhr / Donnerstag + Freitag 16-19 Uhr / Samstag 9-13 Uhr

Kinderbücher werden neu nach Themen eingeordnet.

2005

 

Neue Organisationsstruktur: Die Zuständigkeiten sind mittels einer Leistungsvereinbarung zwischen Lesegesellschaft und Gemeinde klar geregelt. Die Lesegesellschaft hat die strategische Leitung vollumfänglich übernommen. 

Neue Rückgabebox für DVDs. Neue Website mit verschiedenen Hinweisen.

2006

 

Am 1. August tritt das Kulturförderungsgesetz in Kraft. Darin werden den vier regionalen Bibliotheken Herisau, Heiden, Speicher Trogen und Teufen jährlich wiederkehrende Beiträge zugesichert. 2006: Fr. 13'500.-.

2007

 

Winmedio wird durch winmedio.net ersetzt. 

Evaluation durch das Amt für Kultur. Der Bericht fiel sehr gut aus. Es hiess unter anderem: «Die Gemeindebibliothek Teufen ist eine Musterbibliothek, vor allem im Bereich der Zusammenarbeit mit der Schule; die Bestände sind sorgfältig strukturiert und werden von Mitarbeiterinnen betreut, denen je Verantwortung für eine Abteilung obliegt und die dadurch breit gefächerte Kompetenzen besitzen. Sowohl Einrichtung als auch Räumlichkeiten sind sehr ansprechend.»

2008

 

Leistungsvereinbarung zwischen Kanton AR und Bibliothek für 3 Jahre.

Erweiterung der Öffnungszeiten:
Montag + Mittwoch 14-18 Uhr / Donnerstag + Freitag 15-19 Uhr / Samstag 9-13 Uhr

Aus Gemeindebibliothek Teufen wird Bibliothek Teufen.

2009

 

Neu kann mit der Eingabe eines Passwortes das Bibliothekskonto aufgerufen und die ausgeliehenen Medien eingesehen, verlängert und neue reserviert werden.

Betrieb der Bibliobahn wird definitiv eingestellt -> Erhöhung des Mitgliederbestandes (auch aus Bühler und Gais).

Bibliothekstasche für alle Kundeninnen und Kunden.

2011

 

Quittungsdrucker ersetzt den Fristenzettel und die Datumsstempel.

2012

 

Karin Sutter übernimmt die Leitung von Erika Preisig.

2013

 

Regelmässig werden Buchstartveranstaltungen für Kinder von 1-3 Jahren mit ihren Betreuungspersonen durchgeführt.

Französische Medien für alle Alterskategorien gehören neu zum Bestand.

2014

 

Neuer Auftritt mit neuem Logo (weisse Bücher und weitere Medien auf rotem Hintergrund) und neue Homepage. Die Bücher stehen für Austausch und Bewegung und der Zusatz «lesenswert, hörenswert, sehenswert – ein Ort der Begegnung für alle» beschreibt in wenigen Worten was man in der Bibliothek an Medien und in den Räumen an Atmosphäre vorfindet.

2016

 

Die Bibliothek wird immer mehr zu einem Begegnungsort für alle – zu einem dritten Ort. Ein dritter Ort, neben dem ersten Ort, dem Wohnen und dem zweiten Ort, der Arbeitswelt, nehmen dritte Orte, Orte, an denen man sich in der Freizeit aufhält, an Bedeutung zu.

Mit weiteren Bibliotheken aus dem Appenzellerland wird bei «BiblioFreak» mitgemacht.

2017

 

Betritt zum Verein Digitale Bibliothek Ostschweiz, kurz dibiost. Alle Kundinnen und Kunden können nun als zusätzliche Dienstleistung digitale Medien downloaden.

2018

 

Angebot von frei zugänglichem WLAN in allen Bibliotheksräumen.

Einführung vom Bibliomedia-Integrationsprojekt «Willkommen – Ihre Bibliothek» mit fremdsprachigen Medien in den Sprachen Arabisch, Amharisch, Tigrinisch, Farsi, Persisch, und Paschtu.

2019

 

40-Jahr-Jubiläum mit vielen Veranstaltungen für Gross und Klein und einem Jubiläumsapéro am 16. Juni 2019.

Inbetriebnahme der Medienrückgabebox direkt in den zusätzlichen Raum mit Durchgang zum Archiv.

2,1 Millionen Ausleihen seit Eröffnung der Bibliothek.